Bildung einer Arbeitgebermarke in Zeiten des Fachkräftemangels

Bildung einer Arbeitgebermarke in Zeiten des Fachkräftemangels

Wie sich die Zeiten doch ändern. Nach dem Platzen der Dotcomblase und der darauffolgenden Wirtschaftskrise konnten Arbeitgeber aus dem Vollen schöpfen. Es gab jede Menge Arbeitslose, die verzweifelt einen Job suchten. Absolventen wurden in schikanösen Vorstellungsgesprächen durch den Fleischwolf gedreht oder mithilfe von Praktika als billige Sklaven gehalten. Nach dem Aufschwung 2009 war das ganz anders. Der Fachkräftemangel führte dazu, dass die Firmen den Bewerbern Kaviar servierten und sie mit Samthandschuhen anfassten. Wie gewinnt man als Unternehmen in der heutigen Zeit wichtige Leistungsträger?

Was möchten Arbeitnehmer heute?

Tatsächlich gibt es ganz klare Veränderungen in den Prioritäten der Generation Y und Z. War früher immer die große Karriere das Ziel, gibt es heute eine bunte Mischung aus Vorlieben. Der eine möchte eine ausgewogene Work-Life Balance. Der andere träumt vom schönen Betriebsklima und vom gemeinsamen Ski-Ausflug mit den Kollegen. Hinzu kommen dann noch die Familienmenschen. Für sie ist Arbeit Nebensache und die Familie das Wichtigste. Ihnen sind flexible Arbeitszeiten wichtig. Was also tun?

Antwort: bieten Sie den Leuten das, was sie wollen! Warum auch nicht, möglich ist es. Wenn einige ihr Teambuilding haben möchten, dann sollen sie es doch bekommen. Selbst für Agenturen, kleine Firmen oder Mittelständler ist das durchaus machbar. Bieten Sie doch den Ausflug zum Canyoning in Bayern an, oder das Paintball-Spiel oder was auch immer. Die, die es interessiert, melden sich und die anderen eben nicht. Bieten Sie flexible Arbeitszeiten an, für diejenigen, die es wollen. Kein Problem. Man kann doch beide Dinge problemlos parallel laufen lassen. Stellen Sie die Möglichkeiten bereit, sodass jeder das bekommt, was er möchte. Dann werden sich auch die Bewerbungen bei Ihnen türmen. Warum?

Wie Sie sich als Arbeitgebermarke etablieren

Wir leben in einer Zeit der dezentralisierten Medienmacht. Während früher gigantische Konzerne die Medien dominieren konnten, ist es heute quasi jedem Bürger möglich sich Reichweite zu verschaffen. Mithilfe von sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder YouTube. Ihre eigenen Mitarbeiter können zum Aushängeschild werden.

Sie posten Bilder von sich beim Rafting, beim Firmen-Fußballturnier oder beim Feiern. Sie schwärmen bei ihren Freunden davon, wie toll es ist in dieser einen Firma zu sein, wie viel Spaß sie haben usw. So etwas spricht sich in der heutigen Zeit schnell herum und macht die Runde. Die Chancen stehen also gut, dass Sie sich einen guten Ruf aufbauen, der durch ihre eigenen Leute durch die Welt getragen wird.

Hier ist es jedoch wichtig, dass es nicht nur Versprechungen sein dürfen. Auf die Homepage etwas schreiben über Fairness und eine gute Stimmung reicht nicht aus, wenn dann im Innern Autorität und Unterdrückung herrscht. Ehrlichkeit und Transparenz und das Einhalten von Versprechen ist das einzige, das wirkt.

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