Timesharing-Urlaub - worauf achten?

Timesharing-Urlaub - worauf achten?

Timesharing Urlaub - ist es ein Fluch oder ein Segen? Geht man nach den Skandal-Fernsehsendungen, dann gibt es auf dieser Welt eh nur Betrüger und Abzocker. Wer jedoch ein wenig mehr Hirnschmalz mitbringt, der wird erkennen, dass sich dieses Konzept als durchaus rentabel erweisen kann. Vor allem dann, wenn man mit seriösen Firmen arbeitet und nicht mit Rattenfängern, die einem am Straßenrand auflaufern. Wir erklären, worauf es beim Timesharing ankommt.

Vorteile von Timesharing-Urlaub

Im Urlaub trifft man immer wieder Leute, bei denen sich aus den Unterhaltungen ergibt, dass sie seit 5, 10 oder 20 Jahren immer ihren Urlaub "hier" verbringen, bevorzugt im gleichen Hotel. Solche Urlauber sind die idealen Kandidaten für Timesharing. Denn bei dieser Form des Urlaubs erwirbt man mit einer größeren Einmalzahlung ein langjähriges Recht, mit dem man sich für eine bestimmte Anzahl an Tagen / Wochen in einem Ferienhaus oder in einem Ferienresort aufhalten kann.

Im Prinzip teilen sich damit mehrere Parteien eine eigene Immobilie und erhalten diese gemeinsam aufrecht über die Nebenkosten. Solche Modelle gibt es in den verschiedensten Regionen der ganzen Welt. In der Dominikanischen Republik zum Beispiel hat sich Markus Wischenbart einen Namen gemacht, indem er einen Markt für Luxus-Apartments im Premium-Segment aufgebaut hat.

Wer sich einen solchen Anteil kauft, der kann in Zukunft auf ein Hotel verzichten und seine Urlaube immer im eigenen Objekt verbringen, ohne nochmal extra dafür zu bezahlen. Je nach Kaufpreis und Reisegewohnheiten können sich daraus Einsparungen ergeben. Wichtig ist es nur, ganz genau auf die Vertragsgestaltung zu achten und diese Punkte zu berücksichtigen:

  • Wo genau liegt die Immobilie?
  • Wie hoch ist die Einmalzahlung?
  • Wie hoch sind die laufenden Kosten?
  • Wie hoch wären die Kosten im Hotel für die gleiche Anzahl an Urlaubstagen?
  • Kann man sein Recht an andere veräußern?
  • Kann man sein Recht vererben?

Wer sich auf einen solchen Deal einlässt, der tut gut daran einen Anwalt zu konsultieren und sich die Bedingungen ganz genau anzusehen. Denn eines sollte klar sein: Es sind die gleichen Vorsichtsmaßnahmen geboten, wie beim Kauf der eigenen Wohnimmobilie. Hat man sie sich zugelegt, dann wird man sie nicht mehr ohne weiteres wieder los.

Risiken von Timesharing-Verträgen

Die negativen Fälle, vor denen in den Fernsehsendungen immer wieder gewarnt wird, sind tatsächlich ein Problem. Allerdings ist die Klientel, die auf solche Maschen hereinfällt meist nicht aus dem Teil der Gesellschaft, der es versteht mit juristischen Fragen und Geld umzugehen.

Meist läuft die Prozedur so ab: man wird auf der Straße angesprochen, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Den Preis darf man sich in einem Büro abholen. Dort wartet schon der windige Profi-Verkäufer, der einem das Blaue vom Himmel verspricht. Denn der Gewinn ist ein Gutschein oder ein Rabatt auf einen Timesharing-Vertrag. Im Kontrakt finden sich die Sachen dann nicht mehr wieder, häufig sind juristische Fallstricke eingebaut und die Schrott-Immobilie steht irgendwo im Landesinnern und nicht da, wo man im Urlaub Spaß haben kann.

Fazit

Wer derartig wichtige Geschäfte spontan und unüberlegt abschließt, die Konditionen nicht genau studiert, der wird natürlich später jammern und von Abzocke sprechen.

Wer sich an seriöse Firmen wendet, sich die Immobilie genau ansieht und den Vertrag juristisch durchleuchtet, der kann mit Timesharing für lange Zeit schöne Urlaube verbringen und dabei wahrscheinlich auch noch gutes Geld sparen.

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