Vom Aktienhandel leben - das gibt es zu beachten

Vom Aktienhandel leben - das gibt es zu beachten

Anzeige - Wie bei vielen anderen Berufen ist es auch beim Trader so: Wer ihn nicht selbst ausübt oder sich damit eingehend beschäftigt hat, der hat völlig falsche Vorstellungen. Vor allem Filme (allen voran "Wall Street") haben das Bild des Börsenhändlers gefestigt: Ein skrupelloser Psychopath, der mit ein paar spektakulären Deals und Hinterzimmergeschäften das Geschehen an der Börse beeinflusst und dabei in kurzer Zeit unglaublich reich wird.

Die Wahrheit sieht aber anders aus.

Ich habe mich selbst eine zeitlang beschäftigt mit der Anlage meines Ersparten in Aktien und habe auch am Devisenmarkt (FOREX) Erfahrungen gesammelt. Dabei habe ich einiges gelernt. Zum Beispiel, dass es nicht DEN Trader gibt. Tradingstile gibt es, wie es auch unterschiedliche Persönlichkeitstypen gibt.

Eine Unterscheidung ist, ob man langfristige oder kurzfristige Trends ausnutzt:

  • Langfristige Trends: Man kauft ein Wertpapier und hält es mitunter mehrere Jahre, bis man es wieder verkauft. Diese Strategie ist für ungeduldige Börsianer Gift.
  • Kurzfristige Trends: Ungeduldige werden eher die Strategie der schnellen Gewinnmitnahmen fahren, also Wertpapiere nach kürzerer Haltezeit verkaufen.

Auch der Weg, wie man zu einer Kauf- und Verkaufsentscheidung kommt, kann unterschiedlich sein:

  • Fundamentalanalyse: Manche spezialisieren sich auf bestimmte Branchen und Kennzahlen von Unternehmen. Sie versuchen Unternehmen zu identifizieren, die der Markt angeblich zu niedrig bewertet. Dazu werden Kennzahlen verwendet, die Aufschluss über die betriebswirtschaftliche Lage des Unternehmens geben.
  • Chartanalyse: Dem Gegenüber steht der Chartanalytiker. Er ist der Überzeugung, dass alle Informationen bereits im Marktpreis enthalten sind und nutzt diesen, um zukünftige Entwicklungen des Wertpapiers zu antizipieren.

Wer sich weiter mit der Börse beschäftigen will, der sollte zunächst Grundlagenbücher lesen zum Thema. Wichtig ist hierbei, sich breit zu informieren, denn nur dann findet man den richtigen Stil für sich. Zusätzlich bietet es sich an, einen Börsenbrief zu konsultieren. Ein Börsenbrief ist eine regelmäßig erscheinende Publikation, die Informationen und Handlungsempfehlungen von neutralen Experten bietet. Erwähnenswert ist der bei uns in der schönen Alpenrepublik veröffentlichte Austria Börsenbrief von Franz C. Bauer. Er bietet Aktienanalysen und Musterdepots, sodass auch der Einsteiger bereits vom Börsengeschehen profitieren kann.

Daneben sollte jeder ernsthafte Trader vor allem an seiner Persönlichkeit arbeiten. Viele scheitern nicht daran, weil ein System nicht funktioniert. Vielmehr sind es die Emotionen, die Handelsentscheidungen prägen, obwohl es die Ratio sein sollte. Disziplin, um Gier und Angst unter Kontrolle zu halten, das ist die Wunderwaffe eines erfolgreichen Börsenteilnehmers. Möglichkeiten gibt es viele, sei es Meditation um sich zu kontrollieren. Oder einfach nur in geplanten Abständen den Börsencomputer anschalten, um nicht aufgrund einer Kurzschlusshandlung etwas zu tun, was man schnell bereut.

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